die Bürgerschaft möge beschließen:
Die Lübecker Bürgerschaft fordert die Landesregierung Schleswig-Holsteins auf, Abstand zu nehmen von den angekündigten Kürzungs- und Schließungsplänen für die Frauenberatungsstellen und das Frauenhaus der Arbeiterwohlfahrt in Lübeck.
Lt. "Handout" des Ministeriums für Justiz, Gleichstellung und Integration bedeuten die Einsparungen bei Frauenberatungsstellen und Frauenhäusern für Lübeck in Zahlen die Summe von Euro 498.890,-. D.h. 88% der hier landesweit vorgesehenen Einsparungen treffen Lübeck - und die Beratungsstelle Frau & Beruf ist in dieser Summe noch nicht einmal enthalten.
Ein Rückschritt in der Hilfe und Unterstützung für Frauen und Kinder in Not- und Krisensituationen und ein Zerfall des mit viel investierter Arbeit aufgebauten sozialen Netzes ist so nicht hinnehmbar. Die professionelle Hilfe für Opfer von Gewalt, Vergewaltigung, sexuellem Missbrauch, die auch in der häuslichen Umgebung stattfinden, muss erhalten bleiben – andernfalls steigt die Gefahr, dass Frauen und Kinder in lebensbedrohliche Situationen kommen.