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9. Juli 2010

DIE LINKE Lübeck: Prämienerhöhung gefährdet Hebammenversorgung

Die berufliche Existenz der Hebammen in Deutschland wird durch neue Regelungen gefährdet.

Kordula Michels, Kreisvorsitzende der Lübecker Linken und Mitglied im Sozialausschuss weist auf das Problem der Hebammen hin und fordert, dass sich auch die Hansestadt Lübeck mit der neuen Situation beschäftigt.

„In Deutschland gibt es rund 4.500 freiberufliche Hebammen, die ein versteuertes Durchschnittseinkommen von ca. 1.800€ verdienen. Zum 01.07.2010 ist jedoch die Prämienerhöhung der Haftpflichtversicherung auf bis zu 4.600€ im Jahr aufgestockt worden. Dies gefährdet nun die berufliche Existenz aller Hebammen. Ein nicht zu akzeptierender Zustand - auch für Lübeck.“ sagt Kordula Michels.

„Die Stadt muss sich fragen lassen, was sie gedenkt den Müttern bei der Vor- und Nachbetreuung im Wochenbett, stattdessen anzubieten. Die Lücke, durch die fehlenden Hebammen muss gedeckt werden. Schon jetzt ist es zu einer erheblichen Reduzierung der Zahl der Hebammen bundesweit gekommen. Deshalb sollte die Frage der Reorganisation der Hebammen schnellstens beantwortet werden, damit die Versorgung aller Mütter und Neugeborenen sichergestellt werden kann, “ fordert Kordula Michels.

DIE LINKE wird für die Hebammen einsetzen, Die Bürgerschaftsfraktion wird das Thema in der Bürgerschaft und den Fachausschüssen auf die Tagesordnung bringen.