Zurück zur Startseite

Aktuelle Pressemeldungen

12. Mai 2009 Wilfried Link

Priwallfähren sind ÖPNV

Lübecker Stadtzeitung vom 12. Mai 2009

Die LINKEN setzen sich für ein neues Konzept für die Priwallfähren ein. Wir hatten schon vor einigen Monaten auf die Problematik hingewiesen. Wir freuen uns, dass die Sozialdemokraten sich endlich bewegen. Die Fährkosten sind für viele Bewohner des Priwalls nicht mehr zu finanzieren. Es ist unfair aufgrund des Wohnortes so sehr benachteiligt zu sein. Die Stadt muss eingreifen, auch mit Geld. Wir setzen uns, wie auch die Priwallvereine, für eine umlagefinanzierte Lösung oder einen Großrabatt für die Anwohner ein. Es kann nicht sein, das die Bewohner immer mehr in das Mecklenburger Hinterland ausweichen oder wegen der dauerhaften finanziellen Belastung sogar ganz weg ziehen. Da muss die Stadt gegen steuern. Kurzfristig fordern wir günstigere Tarife für die Priwallbewohner. Wir wollen, dass die Anwohner, das heißt Menschen mit erstem Wohnsitz auf dem Priwall, einen günstigen ÖPNV-Tarif angeboten bekommen, Touristen aber weiterhin voll zahlen. Und das auf beiden Fähren. Natürlich ist die Stadt auch für die Fahrzeuge der Priwallbewohner zuständig und nicht nur für die Personen. Das Fährenproblem sollte in seiner Gesamtheit diskutiert werden. Eine Unterscheidung zwischen Personenfähre als ÖPNV und Autofähre als privat lehnen wir ab. Der Nahverkehr gehört in die öffentliche Hand, in all seinen Facetten. DIE LINKE will langfristig einen vollständig umlagefinanzierten ÖPNV in Lübeck. Jeder zahlt eine ÖPNV-Abgabe und kann dann ohne weitere Zahlung fahren. Die Last wird auf alle verteilt und jeder trägt gleich viel dazu bei. Das Umlagemodell funktioniert in einigen Kommunen sehr gut.