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13. Oktober 2009

Flughafen – ein Fass ohne Boden

DIE LINKE zeigt sich empört über den zwangsweisen Rückkauf des Flughafens. Über 26 Millionen muss die Stadt aufbringen, um den Flughafen zurückzunehmen. Ein Investor hat sich nicht gefunden. „Es muss endlich Schluss damit sein, dass Lübeck Verträge abschließt, die die Stadtkasse später in mehrfacher Millionenhöhe belasten! So etwas darf nie wieder vorkommen“, ist Antje Jansen, frisch gewählte Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Lübecker Bürgerschaftsfraktion der Linken erbost. Im Sozialbereich würden oft Ausgaben mit Hinweis auf die marode Finanzlage abgelehnt, die nur wenige zehntausend Euro kosteten, also um den Faktor 1000 kleiner seien. Ein derartiges öffentliches Gebaren der Hansestadt sei ein Schlag ins Gesicht aller hilfebedürftigen Bürger. Wenn die Stadt schon meint, sich einen Flughafen leisten zu müssen, dann hat sie wenigstens Sorge dafür zu tragen, dass durch seinen Betrieb nicht andere Leistungen für die in der Stadt lebenden Menschen auf der Strecke bleiben. „Die Investorensuche für 330.000 Euro war ein Schlag ins Wasser. Es wird auch keine Investoren geben, allenfalls dubiose Betreiber, die den Flugplatz zum Schrottpreis kaufen und die Stadt als Bürgen später die Zeche zahlen lassen“, stellt Antje Jansen fest. Einer der ersten Anträge der Linken im neu gewählten Schleswig-Holsteinischen Landtag wird sein, dass der Lübecker Flughafen auch vom Land nicht subventioniert wird.