Die Linke begrüßt das Regio-S-Bahn-Konzept als ersten Schritt auf dem Weg zu einer leistungsfähigen Stadtbahn für Lübeck. Bei der Anbindung der Lübecker Stadtteile sehen wir aber erhebliche Defizite. Eine Stadtbahn muss vor allem mehr Haltestellen im Stadtgebiet bieten. Außerdem wurde nicht beachtet, dass die weit überwiegende Mehrheit der Fahrgäste nicht den Lübecker Hauptbahnhof, sondern die Innenstadt erreichen will. Deshalb müssen wir uns dringend Gedanken über eine Schienenanbindung der Altstadt vom Hauptbahnhof aus machen. Das Lübecker Liniennetz sollte außerdem noch um die Strecke nach Reinfeld und Bad Oldesloe erweitert werden, um nahtlos an das Netz des HVVs angeschlossen zu sein. So können wir auch den Stadtteil Moisling mit einem Haltepunkt Lübeck-Moisling anschließen, um diesen bevölkerungsreichen, aber etwas abgelegenen Stadtteil gut an die Stadt anzubinden. Dass sich das allemal lohnen wird, zeigen die Fahrgastzahlen auf der Linie 5. Für Kücknitz bietet die Strecke Hauptbahnhof - Travemünde große Chancen. Hier stellen wir uns eine neue Trasse vor, die so zu führen ist, dass die Wohngebiete optimal angebunden sind. Eine Station Waldhusen wäre vom Schwerpunkt der Wohnbebauung in Kücknitz zu weit entfernt und würde vermutlich nicht angenommen werden. DIE LINKE wartet schon gespannt auf das Stadtbahnkonzept, das hoffentlich die zahlreichen Lücken, die das Regio-S-Bahn- Konzept noch aufweist, füllen wird. Darin sollte auch beschrieben sein, wie eine bessere Erschließung des Lübecker Stadtgebietes auch durch den teilweisen Neubau von Strecken aussehen kann.