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15. Dezember 2011

DIE LINKE. stimmt IKEA-Ansiedlung zu

Auch DIE LINKE. Bürgerschaftsfraktion hat in der heutigen Sondersitzung der Bürgerschaft dem Bebauungsplan für IKEA zugestimmt. Die Mehrheit hat entschieden: IKEA kommt.

“Innerhalb der Fraktion gab es unterschiedliche Auffassungen, welche Vor- und auch Nachteile IKEA mit sich bringt, mit dem heutigen Ergebnis sind wir aber zufrieden“, so Hans-Jürgen Martens, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Es gab bei den LINKEN verschiedene Bedenken, die zum Teil ausgeräumt werden konnten. So beklagte DIE LINKE. die sehr hohe Quadratmeterzahl des Gesamtprojektes „Scandinavia Center“ und auch das damit verbundene zentrumsrelevante Angebot. „Die geplante Größe ist verringert worden. Die Planungen wurden verkleinert, das war ein guter Schritt“, sagt Hans-Jürgen Martens.

Wichtig für DIE LINKE. bei ihrer Entscheidung waren auch die Arbeitsbedingungen beim Möbelhaus und das die Gewerbesteuer des Zentrums in Lübeck verbleibt.

„Es wird eine tarifliche Bezahlung der Beschäftigten geben und Ikea Lübeck ist in der Hansestadt steuerpflichtig. Wir gehen auch davon aus, dass die Bestimmungen und Gesetze bei der Ansiedlung eingehalten werden. Somit sind für uns auch keine Bedenken hinsichtlicht Natur- und Umweltschutz gegeben, “ sagt der Fraktionsgeschäftsführer Ragnar Lüttke.

Auch wenn sich DIE LINKE. ihre Entscheidung nicht leicht gemacht hat - in der Summe überwiegten die Vorteile der Ansiedlung und damit auch das Ja zu Ikea.

„Ein bitterer Beigeschmack bleibt jedoch. Wir möchten an das Verhalten der Firma Villeroy und Boch gegenüber ihren ehemaligen Mitarbeitern erinnern. V & B hat ihr gut laufendes Werk geschlossen und rund dreihundert Arbeitsplätze vernichtete, um mit ihrem Teller-Ramschladen mehr Profit zu machen“, so Ragnar Lüttke.